Jahresrückblick 2011 – was in Deutschland geschah

Ein Beitrag vom 19. Dezember 2011

Auch das Jahr 2011 war von zahlreichen, bisweilen sehr turbulenten und aufregenden Ereignissen geprägt. Im Folgenden wird ein Überblick darüber gegeben, was sich insbesondere in Deutschland abgespielt hat.

1. Der Start: Das erste Drittel des Jahres 2011

Schon in den ersten Tagen des Januars bekamen viele Menschen Angst vor dem Konsum von Eiern aus Supermärkten oder auch Bio-Läden. Zuvor waren mehrfach Fälle bekannt geworden, in denen der giftige Stoff Dioxin in den Eiern gefunden worden war. Ende Februar des Jahres 2011 wurde bekannt, dass der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg in seiner Dissertation massiv abgeschrieben hatte. Nach intensivem öffentlichen und medialen Druck erklärte er schließlich am 1. März seinen Rücktritt als Minister.

Als am 27. März in Baden-Württemberg nach mehren Jahrzehnten schwarz-gelber Herrschaft nunmehr grün-rot das Vertrauen der Wähler ausgesprochen bekam, war dies schon eine kleine politische Revolution in Deutschland. Mit Winfried Kretschmann wurde erstmals ein Politiker der Grünen Ministerpräsident. Ein weiterer Paukenschlag auf der politischen Bühne ereignete sich im April 2012. Der langjährige Vorsitzende der FDP, Guido Westerwelle, gab nach zuletzt massiver und über lange Zeit andauernder Kritik seinen Posten als Partei-Chef der FDP auf.

2. Das zweite Drittel in 2011

Im Mai hatten viele Menschen Angst vor dem Darmkeim Ehec, der zunächst in Gurken und später in allen möglichen Gemüsesorten vermutet wurde. Auch einige Todesopfer waren zu verzeichnen, ebenso massive finanzielle Einbußen für viele Landwirte. Unter dem Eindruck der atomaren Katastrophe in Japan vollzog die Koalition von CDU und FDP im Juni 2011 einen Kursschwenk und beschloss mit Blick auf den Willen des Wählers nunmehr, doch aus der Atomkraft als Energiequelle auszusteigen.

Bei der Fußball-WM der Damen in Deutschland im Juli 2011 wurden die japanischen Frauen Weltmeister, obwohl zuvor auf vielen Plakaten der vollmundige Slogan prangte: “3. Plätze sind was für Männer”. Der spätsommerliche August brachte im Jahr 2011 in der deutschen Hauptstadt Berlin eine Menge von Brandanschlägen auf parkende Autos mit sich. Unabhängig hiervon meldete sich Ausreden Alt-Kanzler Kohl zu Wort und kritisierte Merkels Innen- und Außenpolitik.

3. Ein stürmisches Finale: Das letzte Drittel des Jahres 2011

Im September ging es religiös in Deutschland zu. Papst Benedikt XVI. besuchte seine alte Heimat und mobilisierte dadurch ganze Heerscharen auch junger Menschen. Deutschlands außenpolitische Schlagkraft und Stellung wird im Oktober 2011 ausgeweitet, als das Land bis einschließlich 2012 als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat gewählt wird.

Im November 2011 hielt ganz Deutschland den Atem an, als bekannt wurde, dass eine rechtsextreme Terror-Organisation über nahezu eine Dekade hinweg aus dem Untergrund heraus operiert und Menschen getötet hat. Im letzten Monat des Jahres 2011 geriet der Bundespräsident ins Kreuzfeuer der Kritik. Im Dezember wurde bekannt, dass Wulff in seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen offenbar intensivere geschäftliche Beziehungen zu Bekannten und Freunden hatte, als er einst zugab.

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