Internetsucht und Informationssucht

Ein Beitrag vom 4. Oktober 2011

Die Internetsucht gehört ohne Frage zu den Schattenseiten der digitalen Welt und ist daher aktuell in aller Munde. Sie entsteht aus dem Reiz der vielen Möglichkeiten, kombiniert mit der Bequemlichkeit, ein ganzes virtuelles Universum auf einem Bildschirm komprimiert vorzufinden. So zahlreich, wie die Wege im Internet mittlerweile sind, so vielfältig sind auch die Arten der Sucht. Deswegen an dieser Stelle ein grober Überblick.

Am ältesten – und am bekanntesten: Die Spielsucht

Spielsucht ist natürlich keine neue Erfindung des Internets, tritt dort allerdings am stärksten zutage. Es muss unterschieden zwischen Computerspielsucht und Glücksspielsucht. Während ersteres vor allem vom Spieltrieb genährt wird, unterstützt durch Anerkennung und Status innerhalb der digitalen Gemeinschaft, ist die Glücksspielsucht ein viel älteres Phänomen, das im Internet allerdings ganz neue Höhen erreicht. Unzählige Online Spielotheken locken Spieler mit tollen Angeboten und vermeintlich besten Gewinnchancen an. Hierbei gibt es keine Eintrittsbeschränkung, ebenso wenig wie Öffnungszeiten und Dresscodes.

Ein modernes Phänomen: Informationssucht

Surfen kann süchtig machen, und zwar genau dann, wenn es zunehmend schwerer fällt, den Browser zu schließen und aufzuhören, sämtliche Internetseiten, die einem gerade durch den Kopf gehen, nach Neuigkeiten zu durchsuchen. Ein neues Niveau der Informationssucht wird durch soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ erreicht, da die dort geteilten Informationen nicht selten Überhand nehmen und zudem auf einer persönlichen Ebene stattfinden. Auch der zwanghafte Wunsch nach Kommunikation, etwa über Chat-Programme, aber auch über E-Mails und Foren kann ein ganz deutlicher Hinweis für Internetsucht sein, erkennbar stets daran, dass der Handlung weder Spaß, noch Nutzen innewohnen, sondern dass dabei nur einem fest verinnerlichten Prinzip gefolgt wird; ein Prinzip, das meistens keine automatische Stopptaste kennt.

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